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Maria Himmelfahrt - warum?

Kräuterduft und Himmelsluft

Am 15. August feiert die Römisch-Katholische Kirche das Hochfest Mariä Himmelfahrt bzw. Mariä Aufnahme in den Himmel. Katholische Christinnen und Christen gedenken an diesem Tag, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist.

Alljährlich am Fest “Mariä Himmelfahrt“ (15. August)  findet in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten das Ritual der Kräutersegnung (Kräuterweihe) statt.  Hierbei werden unterschiedliche Kräuter zu Sträußen gebunden und dann zur Segnung bzw. Weihe gebracht. Schon seit frühester Zeit sind Kräuter und ihre heilende Wirkung für die Menschen aller Kulturen als lebenswichtig erachtet worden. Außerdem werden sie häufig als Geschenke des Himmels beziehungsweise der Gottheit angesehen.

Was uns eine alte Legende erzählt
Der Brauch der Kräutersegnung selbst geht auf eine alte Legende zurück, nach der die Jünger das Grab der Jungfrau Maria geöffnet und dort, statt ihres Leichnams, Blüten und Kräuter vorgefunden hätten.

Diese Tradition in der katholischen Kirche wird erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. Dieses Ritual ist stark bei der Landbevölkerung verwurzelt. Da Maria seit Anbeginn des Christentums als heiles und unbeflecktes Geschöpf verehrt wird, verwundert es nicht, dass das Brauchtum der Kräutersegnung gerade mit ihr in Verbindung gebracht wird. Maria wird dadurch zum Symbol für die heilwirkende Kraft Gottes am Menschen.