Auffahrt – warum?
Freie Fahrt in den Himmel!
Christen glauben, dass Jesus nach seinem Tod noch vierzig Tage mit seinen Jüngern verbracht hat. Dann ist er von Gott, seinem Vater, in den Himmel aufgenommen worden. Der Sohn ist zu seinem Vater heimgekehrt, um sein Heilswerk zu vollenden.
Mit dem Fest Auffahrt oder Christi Himmelfahrt feiern die Christen das Andenken der Aufnahme (oder Heimkehr) Jesu Christi in den Himmel, was für die Christen zugleich den Sieg Jesu über den Tod bedeutet und eine zentrale Rolle in der christlichen Theologie beinhaltet.

Der Feiertag leitet sich direkt aus den Schriften des Neuen Testaments ab. Bereits das Lukasevangelium (Lk 24,36-53) und die Apostelgeschichte (Apg 1,1-11) berichten vom auferstandenen Jesus, der sich vierzig Tage lang den Jüngern gezeigt und anschließend in den Himmel zur Rechten Gottes erhoben worden ist.
Welcher Himmel ist da wohl gemeint?
Wenn wir von Himmel sprechen, dann kann damit ein Zweifaches gemeint sein: einerseits ist es das Firmament (Englisch sky), das über uns befindliche sichtbare Gewölbe, an dem wir am Tag die Sonne und in der Nacht Mond und Sterne sehen. Andererseits wird damit auch der uns verborgene Himmel der Glückseligkeit (Englisch heaven) bezeichnet: das ist dann, wenn wir uns im siebten, vollkommenen Himmel befinden. In diesen Himmel ist der Auferstandene heimgekehrt. Es ist derselbe Himmel, der uns verheissen ist: die absolute Lebensfülle, das vollkommene Glück und die grenzenlose Freude des ewigen Lebens bei Gott, dem Schöpfer allen Lebens.
Bibelstellen
36 Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: „Friede sei mit euch!“
37 Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
38 Da sagte er zu ihnen: „Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen?
39 Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.“
40 Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
41 Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen hier?“
42 Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch;
43 er nahm es und aß es vor ihren Augen.
44 Dann sagte er zu ihnen: „Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.“
45 Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften.
46 Er sagte zu ihnen: „So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen
47 und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem.
48 Ihr seid Zeugen dafür.
49 Und siehe, ich werde die Verheißung meines Vaters auf euch herabsenden. Ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet!“
50 Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie.
51 Und es geschah, während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.
52 Sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück.
53 Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott.
1 Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat,
2 bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben.
3 Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.
4 Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: „Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt!
5 Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.“
6 Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: „Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“
7 Er sagte zu ihnen: „Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.
8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.“
9 Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
10 Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen
11 und sagten: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“