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Sederfeier der Erstkommunionkinder

Was ist überhaupt eine Sederfeier? Und was hat diese mit der Erstkommunion zu tun?

Mit diesen beiden Fragen haben sich die Erstkommunionkinder und ihre Familien vor der Abendmahlsmesse an Gründonnerstag gespannt und erwartungsvoll auf den Weg in den Gemeindesaal gemacht.

Um unsere christliche Tradition besser verstehen zu können, ist es von großer Bedeutung, dass wir wissen, dass Jesus in seiner Herkunft ein gläubiger Jude war. Deshalb wird das Judentum auch als die Wurzelreligion des Christentums bezeichnet. Diese Tatsache ist aber weder ein Grund, beide Religionen miteinander  zu vermischen noch sie gegeneinander auszuspielen. Vielmehr sind beide Religionen einzeln für sich zu betrachten. Wer dies tut, erlangt Respekt gegenüber dem jüdischen Glauben, der mit einer Fülle von Festen, Riten und Gebräuchen ausgestattet ist. Ein solches jüdisches Fest ist die Sederfeier, zu der die Erstkommunionkinder und ihren Familien an besagtem Gründonnerstagabend einen Einblick erhielten.

Ursprünglich ist die Sederfeier an der ersten Jahresernte abgehalten worden, die damals in Israel mit einem großen Fest gefeiert wurde. Auch bei uns kennen wir ein solches Erntedankfest, das wir im Herbst feiern, die so genannte Älplerchilbi. Der eigentliche Platz der Sederfeier ist das Pessachfest (Passah). Es ist im jüdischen Glauben das wichtigste Fest und dauert ganze acht Tage lang. Die ganze Familie ist an diesem fröhlichen Fest anwesend. Es wird gebetet, gesungen, und gegessen. Dazu werden Geschichten aus dem Auszug aus Ägypten (Exodus) vorgelesen. Auch wir kennen diese Geschichten, die von Moses handeln, der das Volk Israel auf Geheiß und mit Hilfe Gottes aus der ägyptischen Gefangenschaft herausführt.

Das Pessachfest wird mit der Sederfeier am ersten Abend begonnen. Der Name „Seder“ bedeutet Ordnung, und zwar deshalb, weil es sich um ein sorgfältig vorbereitetes Festessen handelt, das immer nach dem strengen gleichen Ablauf zelebriert wird. Auch Jesus und seine Freunde haben am Abend vor seiner Verhaftung genau dieses Fest gefeiert. Daraus ist dann in unserem christlichen Glauben das Abendmahl, die Eucharistie entstanden, in der Jesus für seine Freunde das Brot gebrochen und den Wein geteilt hat, damit sie ihn nie vergessen. Auch heute noch feiern wir dieses letzte Abendmahl ganz besonders in der Messe an Gründonnerstag und auch in jeder Eucharistiefeier. Dadurch geht nicht vergessen, dass wir immer noch an Jesus denken und darauf vertrauen, dass er bei uns ist, selbst dann, wenn wir ihn nicht sehen können.

Mit der Geschichte von Sara und ihrer Familie ist den Kindern und den anwesenden Erwachsenen auf verständliche Art und Weise ein Einblick gewährt worden, wie Jesus den letzten Abend vor seiner Verhaftung mit seinen Freunden verbracht haben könnte. Auch das Probieren einer Mazze (ungeäuertes Brot) oder das Versuchen des Charoset, ein Fruchtmus, ist ganz sicherlich ein Höhepunkt dieses Abends gewesen. Anschliessend haben wir uns auf den Weg in die Kirche gemacht, um dort nach christlicher Tradition das letzte Abendmahl zu feiern.

An dieser Stelle möchte ich allen danken, welche diesen Abend zu einer gelungen Feier gemacht haben, ganz besonders der Klasse 6b von Frau Florence Ming, Diakon Elmar Rotzer und meinem Sohn Simon Schaufelberger.

 Conny Schaufelberger-Tresch, Katechetin FA

Donnerstag, 24. März 2016

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