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Rückblick Projekttage 1. ORS vom 14. und 15. Januar 2016

Wieso flüchten Menschen? -Was passiert auf einer Flucht? -wie fühlt es sich an, von seiner Familie getrennt zu werden? -Wie ist das, wenn man auf den Goodwill fremder Menschen angewiesen ist? -sich auf Gedeih und Verderben in die Hände von Schleppern begibt? -An einer Grenze zu einem Land steht, die Sprache nicht versteht?

Diesen und anderen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der beiden 1.ORS Klassen beim ersten Projekttag am Donnerstag, 14. Januar auf die Spur. Begleitet wurden die Klassen von Gasim, Kairat, Jathu und Sylvain vier Herren der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH). Wie deren Namen unschwer erkennen lassen, Männer die selber einen Migrations- und asylsuchenden Hintergrund haben.

In einem Simulationsspiel erfuhren die Jugendlichen am eigenen Leib, was es heisst von der Familie getrennt zu werden, von Schleppern über die Grenzen geführt zu werden, Strapazen und Kontrollen beim Eintritt in ein Flüchtlingslager ausgesetzt zu sein. Sie erhielten dabei einen Einblick, wie traumatisch die Erfahrungen der Flüchtenden sein können.

In einem zweiten Teil des Projekttages erfuhren die SchülerInnen welche Beweggründe zur Flucht führen können. Neben politischen Gründen, die oft in Haft oder Todesstrafe münden gehören auch wirtschaftliche Not, Bürgerkrieg oder Naturkatastrophen, nicht zu Letzt auch Glaubensdifferenzen zu den Gründen, weshalb ganze Familie oder Einzelpersonen aus ihrem Heimatland flüchten müssen. Nach einer Einführung in diese Realfakten durften sie die Lebensgeschichte des Journalisten Kairat hören, der aus Kirgisien flüchten musste. Sein Erleben hat bei beiden Klassen einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Am Freitag, 15. Januar trafen die Schülerinnen und Schüler der 1. ORS a und b im Gemeindesaal auf die Referenten der Erklärung von Bern (EvB). Ziel des EvB war es, die Schülerinnen und Schüler auf die Missstände in der Produktion von Kleidung und Schokolade aufmerksam zu machen. -Darauf hinzuweisen und auch Handlungskompetenz zu erarbeiten, wie wir als Konsumenten achtsamer werden können.

In vier Workshops am Morgen wurde den Klassen unter anderem aufgezeigt, unter welchen Umständen in Billiglohnländern Jeans produziert werden. Eines der aufgezeigten Beispiele war, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Billiglohnländern beim Sandstrahlen enormen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind.

Am Nachmittag waren die Schülerinnen und Schüler dann selber gefragt und herausgefordert. In vier weiteren Workshops konnten sie eine kleine Theaterproduktion starten, Passanten auf der Strasse zur der Wissen bezüglich der Produktion von Jeans oder Schokolade befragen, E-Mails an Grossverteiler schreiben in denen sie ihre kritischen Fragen stellten bezüglich Produktionsketten oder auch Plakate zu fairem Handel gestalten. Zudem wurde den meisten Schülerinnen und Schülern klar, was wirtschaftliche Not den wirklich bedeutet. Sie konnten die am Vortag gehörten Gründe zu den wirtschaftlichen Fluchtgründen noch besser nachvollziehen.

Zwei gelungene Projekttage, die bei den Klassen bleibende Eindrücke hinterlassen haben.

Wieso flüchten Menschen? -Was passiert auf einer Flucht? -wie fühlt es sich an, von seiner Familie getrennt zu werden? -Wie ist das, wenn man auf den Goodwill fremder Menschen angewiesen ist? -sich auf Gedeih und Verderben in die Hände von Schleppern begibt? -An einer Grenze zu einem Land steht, die Sprache nicht versteht?

Montag, 01. Februar 2016

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