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Das Corona-Jahr 2020 - Es kommt anders als man denkt

Nach dem 125-jährigen Jubiläumsjahr 2019 der Pfarrkirche, das wir alle mit seinen verschiedensten gelungen Feierlichkeiten noch in bester Erinnerung haben, ist das Jahr 2020 ganz anders verlaufen. Das Corona-Virus, offiziell genannt COVID-19 hält seit Mitte März die ganze Welt in Atem und hat mit Lockdown und Einschränkungen die staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche stark beeinträchtigt. Davon betroffen sind auch unsere Pfarrei und Kirchgemeinde

 

Fernbleiben heisst gesund bleiben

Wer hätte das gedacht, dass es einmal so weit kommen würde, dass sich nicht mehr als 30 oder 50 Leute zugleich in der Kirche aufhalten dürfen! Die Feiern an Ostern, Allerheiligen und Weihnachten, ansonsten sehr gut besuchte Anlässe, haben in diesem Jahr nur im kleineren Rahmen stattgefunden, dasselbe gilt für Bestattungen und Tauffeiern. Von Mitte März bis Ende Juni hat es sogar keine öffentlichen Gottesdienste gegeben. Verschiedene Musikformationen und Chöre haben während dieser Zeit aufgrund der Corona-Massnahmen Forfait geben müssen. Auf einmal haben ganz andere Prioritäten Vorrang gehabt.

 

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Zum Glück ist unser 125-jähriges Pfarrkirche-Jubiläum (1894 bis 2019) noch nicht von der Corona-Pandemie betroffen gewesen. Wir haben alle Jubiläumsfeierlichkeiten in einem gelungenen Rahmen zu Ende führen können. In diesem Jahr ist alles anders gekommen: Der Weisse Sonntag, Klosterbesuch, Fronleichnamsgottesdienst, die Familienwanderung und Pfarreireise nach Rumänien haben nicht stattfinden können. Innovation und Kreativität sind immer noch gefragt.

Erfreulich festzustellen ist, dass die Pfarreiverantwortlichen den Lockdown vom 16. März bis anfangs Juni in Teamarbeit und nach gesundem Menschenverstand hervorragend gemeistert und auch die Firmung und Erstkommunion zwischen den beiden Corona-Wellen – wenn auch etwas eingeschränkt – feierlich stattgefunden haben.

 

99 Tage Dienst in der Schweizer Armee

Vom 24. März bis 30. Juni bin ich während der ersten Welle der Covid-19-Pandemie von der Schweizer Armee als Armeeseelsorger für den Assistenzdienst eingezogen worden. Als Armeeseelsorger ist es die wichtigste Aufgabe, ein offenes Ohr zu haben. Meine Tätigkeit hat vor allem darin bestanden, für die Soldaten und Kader bei den Truppenkörpern oder auf den Waffenplätzen da zu sein, zuzuhören, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, sie zu ermutigen und bei Anliegen nach Lösungen zu suchen. Auch für andere Aufgaben bin ich eingesetzt worden. Ähnlich wie in der Pfarrei begegnet man auch in der Armee den verschiedensten Situationen. So vielfältig die Sorgen sind, so unterschiedlich sind auch die Menschen dahinter. Egal welche Konfession oder Religionszugehörigkeit, es geht darum, Beziehungen aufzubauen, zu beraten, begleiten und zu unterstützen.

 

Gutes Krisenmanagement

Es ist den Pfarreiverantwortlichen zu Beginn der Pandemie gelungen, die ersten notwendigen Sofortmassnahmen einzuleiten (Information, Organisation, Planung, Kommunikation, Umsetzung konkreter Ideen), meine Stellvertreterin, Pfarreimitarbeiterin Moni Amstutz und das gesamte Seelsorgeteam (Pius Odermatt, Helen Gander, Sabine Waser und Luzia Hubacher), verstärkt mit den alt-Sakristanen Rita Amstutz und Erich Wanner sowie das gesamte Katecheten-Team unter der Leitung von Elvira Nick während meiner 99-tägigen militärischen Abwesenheit auf ihren Einsatz vorzubereiten.

 

Kommunikationsmittel Pfarreiblatt, Homepage und Plakat

Als gelungene Aufmachung darf unser Pfarreiblatt bezeichnet werden, das während dem gesamten Lockdown und bis zum Schulbeginn nach den Sommerferien sämtlichen Haushaltungen als Informationsorgan zugestellt worden ist. Die Redaktoren Jörg Nick und Franz Wyrsch haben zusammen mit Pfarreimitarbeiterin Moni Amstutz mit ihren passenden Textbeiträgen und Sabine Waser mit ihrem ansprechenden Layout ganze Arbeit geleistet. Das hat uns auch neue Abonnement/innen beschert. Auf der Pfarreihomepage hat Pfarreisekretärin Luzia Hubacher laufend über aktuelle Begebenheiten informiert. Mit den Plakaten vor der Kirche haben die Pfarreiverantwortlichen das Ziel verfolgt, der ganzen Dorfbevölkerung Mut zu machen. Allen Mitwirkenden sei dafür herzlichst gedankt.

 

Ein bewährtes Gemeindemodell

Das seit Jahren praktizierte Modell der pfarrerlosen Gemeinde Ennetbürgen hat sich während dieser Krisensituation überaus bewährt. Darüber bin ich sehr stolz, denn vieles kann ohne Profis realisiert werden. Ich selber bin nur im Hintergrund für Entscheidungsfindung und Beratung zur Verfügung gestanden. Die modernen Kommunikationsmittel haben das ermöglicht. Die vielen positiven Rückmeldungen, die meine Stellvertretung und das ganze Team für ihre liturgischen Angebote (Beisetzungen, Gottesdienste, passende Gedanken mit Musik und entsprechende Dekorationen in der Pfarrkirche) und persönlichen Besuche von der Bevölkerung in Wort und Schrift erhalten haben, sind sichtbare Zeichen grosser Wertschätzung und Dankbarkeit. Diese seelsorgerischen Tätigkeiten haben trotz Distanz Nähe geschaffen. Auch während meiner Covid-19-bedingten Isolation Ende September/anfangs Oktober hat die spontan durchgeführte Stellvertretung mit Pfarreimitarbeiterin Moni Amstutz und den Sakristanen Helen Gander und Erich Wanner optimal funktioniert.

 

Ein grosses Dankeschön

Ich danke an dieser Stelle Pfarreimitarbeiterin Moni Amstutz für die umsichtige, einfühlsame und kompetente Leitung während der für uns alle ausserordentlichen und herausfordernden Corona-Zeit. Zusammen mit dem Pfarreiteam, bestehend aus den drei Sakristanen und den beiden Pfarreisekretärinnen sind viele

gute und kreative Ideen und Impulse in der Pfarrkirche, aber auch im Pfarreiblatt und auf der Homepage entstanden. Auch Katechetin Elvira Nick gebührt ein grosses Dankeschön, hat sie doch während dreizehn Wochen stellvertretend für den Gemeindeleiter den schulischen Religionsunterricht koordiniert und den Schulkindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem ganzen Religionsteam während Lock Down und «Home-Schooling» auf unkonventionelle Weise manche Freude bereitet. Unseren Pfarreiangehörigen danken wir an dieser Stelle ebenfalls für ihre Geduld und das uns entgegengebrachte Verständnis und Vertrauen.

 

Abschied und Jubiläen

Nach 26 Jahren ist Sakristanin Rita Amstutz-Bühlmann in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Mit ihren Kreationen und dem Auge für das Schöne hat sie mit ihrem Blumenschmuck viel Freude bereitet. Ihre vielfältige Arbeit hat dabei nebst dem Unterhalt des Pfarreiheims und sämtlicher Belange der Pfarrkirche auch das Reinigen, Dekorieren und Schmücken umfasst. Wir sind zugleich froh und dankbar, dass wir bei der noch laufenden Einführung der beiden neuen Sakristane Pius Odermatt und Helen Gander-Zimmermann weiterhin auf ihre Unterstützung zählen und sie als Aushilfskraft im Sakristanendienst einsetzen dürfen.

Mit Pfarreimitarbeiterin Moni Amstutz wissen wir nun schon seit 25 Jahren eine versierte und sehr kreative Pfarreimitarbeiterin in unseren Reihen. Sechzehn Jahre als Katechetin und neun Jahre als Pfarreimitarbeiterin hat sie unserer Pfarrei ihre vielseitigen Begabungen zur Verfügung gestellt. Wir danken Moni Amstutz für ihr riesiges Engagement und wünschen ihr weiterhin viel Freude in ihrer vielseitigen Arbeit rund um unsere Pfarrei.

Zuvorkommenheit, Zuverlässigkeit und Freundlichkeit zeichnen unsere Pfarreisekretärin Luzia Hubacher seit über zwanzig Jahren aus. Obwohl ihre Arbeit im Hintergrund stattfindet, ist sie oft erste Anlaufstelle für Wünsche und Anliegen aus der Pfarrgemeinde, die sie jeweils wohlwollend aufnimmt und bearbeitet. Wir schätzen ihre Arbeit und gratulieren zum 20-jährigen Dienstjubiläum in unserer Pfarrei.

An der Kirchgemeindeversammlung im November haben wir unsere drei Organisten Andreas Scheuber (45 Jahre), Carlo Christen (40 Jahre) und Peter Scherer (10 Jahre) geehrt. Wir wünschen ihnen beim Orgelspiel weiterhin viel Freude und Befriedigung.

Bereits fünf Jahre ist Helen Gander-Zimmermann als Sakristanin für die Buochli Kapelle zuständig. Seit Juni 2020 ist sie nun auch als Nachfolgerin von Rita Amstutz als Sakristanin im Teilpensum für unsere Pfarrkirche und als Abwartin für die Pfarreiräume des neuen Pfarreizentrums tätig. Wir wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute.

 

Wechsel im Kirchenrat

Mit Kirchenratspräsident Theo Küchler als Nachfolger von Kirchmeier Pius Odermatt und Kirchenrätin Maya Küttel Zberg als Nachfolgerin von Kirchenrätin und Friedhofverwalterin Andrea Egli ist der Kirchenrat im Juli 2020 neu komplettiert worden. Wir danken den scheidenden Ratsmitgliedern für ihre Arbeit und wünschen den Neugewählten alles Gute in ihren inzwischen vertrauten Ämtern.

 

Religionsunterricht

Von 311 Schulkindern (ohne Kindergarten) in Ennetbürgen haben im Schuljahr 2019/20 238 Kinder und Jugendliche den interkonfessionellen und konfessionellen Religionsunterricht besucht. Leider hat wegen der Corona-Pandemie der Versöhnungsweg in den vierten Primarklassen nicht durchgeführt werden können. Der Heimgruppenunterricht in den ersten und zweiten Primarklassen bewährt sich nach wie vor, ebenso der ihm verwandte Kleingruppenunterricht der Abschlussklassen. Auf sämtlichen Stufen haben während dem Schuljahr vereinzelt Schülergottesdienste stattgefunden, die jeweils von einer Katechetin mit ihrer Klasse vorbereitet und gestaltet worden sind. Für Kinder im Vorschulalter werden während dem ganzen Jahr regelmässig Kleinkinderfeiern angeboten. Ein Artikel darüber ist im «Us eysem Dorf» erschienen. Auch besteht für die Kleinen unter der Leitung von Maya Weekes die Möglichkeit zum Besuch der Bibelkiste (BiKi) in der reformierten Kirche. Darüber hinaus erhalten die Tauffamilien der Kinder im Alter zwischen Geburt und 6 Jahren pro Jahr jeweils zwei Elternbriefe als Input für die religiöse Vorschulerziehung in der Familie. Für die Erwachsenen werden im Pfarreiheim in regelmässigen Abständen Bibelabende angeboten.

Auf der ORS-Stufe ist nach sechs Jahren Katechetin Barbara Hunziker (evang.-ref.) und im HGU Judith Schumacher nach zweijähriger Heimgruppenleitungstätigkeit verdankt worden. Mit Regina Hauenstein (evang.-ref.) haben wir im August auf der ORS eine neue Katechetin begrüssen dürfen.

 

Erstkommunion

18 Erstkommunikantenkinder haben am Bettag, 20. September in der Pfarrkirche die erste heilige Kommunion empfangen. Das Thema «Jesus isch wiä’nä Leychtturm» hat die Kinder durch das ganze Schuljahr hindurch begleitet. Ein herzliches Dankeschön gebührt an dieser Stelle den beiden Katechetinnen Patricia Dahinden und Isabella Näpflin-Martone, welche die Kinder auf ihren grossen Tag kompetent begleitet haben.

 

Firmweg und Firmung

14 Jugendliche im Durchschnittsalter von 15/16 Jahren haben sich mit Katechetin Jasmin Rüdlinger und ihrem Team «Zämä im Fluss vom Läbä» auf dem Firmweg gemacht und am 13. September in einem feierlichen Gottesdienst vom emeritierten Weihbischof Martin Gächter das Sakrament der Firmung empfangen. Ganz herzlichen Dank an das Kleingruppen- und Firmbegleitungs-Team!

 

Eheschliessungen

Im Jahr 2020 wurden in unserer Pfarrei 12 Ehen geschlossen, die meisten in der Kapelle St. Jost, die sich als Anziehungspunkt für zahlreiche hochzeitswillige Paare erweist. Möge Gottes Segen das Fundament sein, worauf die Eheleute ihre Liebe zueinander aufbauen!

 

Krankensalbung

Am Tag der Kranken (1. März) hat P. Josef Christen SMB bis zu fünfzig Kranken unserer Pfarrei die Krankensalbung gespendet, welche im Rahmen einer Feier im Andachtsraum des Alterszentrum Oeltrotte stattgefunden hat. Darüber hinaus hat der Gemeindeleiter während des ganzen Jahres hindurch kranke und sterbende Mitmenschen in den Heimen, Zuhause oder im Spital besucht. Immer wieder erfahre ich die Begegnungen am Kranken- und Sterbebett als bereichernde Erlebnisse, die mir den Wert der Gesundheit und des Lebens dankbar vor Augen führen.

 

Diakonie

Im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten üben die Pfarreiverantwortlichen den Diakoniedienst aus. Dazu gehören Haus-, Kranken-, Spital- und Sterbebesuche, spontane Gespräche auf der Strasse, dem Friedhof oder im Sekretariat oder in der Mitwirkung in der Diakoniegruppe unter der Leitung von Pfarreirätin Maya Küttel (Vielen Dank!). Die Begegnungsgruppe der Altersbetreuung Ennetbürgen leistet unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Zudem ist Pfarreimitarbeiterin Moni Amstutz in der Jugendkommission und als JuBla-Präses tätig, der Gemeindeleiter nimmt Einsitz in der Altersstiftung Ennetbürgen und in der lokalen Winterhilfekommission. Darüber hinaus finden auch immer wieder viele im Hintergrund geführte Seelsorgegespräche mit Jung und Alt statt.

 

Ökumene

Die Zusammenarbeit mit unserer Schwesterkirche harmoniert gut. Nachdem Pfr. Heinz Brauchart weggezogen ist, führen wir die Zusammenarbeit mit Pfarrerin Tünde Basler-Zsebesi im bisherigen Rahmen fort.

 

Pfarreireise nach Rumänien

Leider musste unser Pfarreireise nach Rumänien wegen der Corona-Pandemie bereits zweimal verschoben werden. Geplant ist eine Neuansetzung im April/Mai 2021. Die Reiseteilnehmenden sind guter Hoffnung, dass die Reise stattfinden kann.

 

Öffentlichkeitsarbeit

In unserem zweiwöchentlich erscheinenden Pfarreiblatt und auf der Pfarreihomepage www.pfarrei-ennetbuergen.ch informieren wir jeweils über aktuelle Ereignisse und An-lässe unserer Pfarrei und Kirchgemeinde. Auch in «Us eysem Dorf» ist die Kirche präsent und informiert über ihre vielseitigen Aktivitäten.

 

In Dankbarkeit zurück…

…und mit Zuversicht vorausschauen: Ein besonderes, ja herausforderndes Jahr hat sich dem Ende zugeneigt. Corona hat uns dabei gelehrt, unsere Gesundheit vermehrt wertzuschätzen, die Prioritäten anders zu gewichten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den eigenen Lebensrhythmus zu entschleunigen. Daraus kann viel Positives entstehen.

Für all das Positive – auch für dasjenige, das aus dem Negativen entstehen darf – möchte ich mich bedanken. Ein Wort des Dankes richten möchte ich dabei vor allem all jenen, die sich in Liturgie, Verkündigung, Diakonie und Gemeinschaft aktiv engagieren – die Zahl derer ist trotz Einschränkungen nach wie vor gross. Speziell erwähnen möchte ich die gute Zusammenarbeit im Seelsorgeteam, Kirchen- und Pfarreirat, die administrative Entlastung durch die beiden Pfarreisekretärinnen sowie das weitreichende Verständnis meiner Familie. Überhaupt danke ich allen, die in irgendeiner Art und Weise mitwirken, unser Pfarreileben aktiv zu gestalten.

 

Diakon Elmar Rotzer, Gemeindeleiter

 

Donnerstag, 07. Januar 2021

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